Posts mit dem Label Infos werden angezeigt. Alle Posts anzeigen
Posts mit dem Label Infos werden angezeigt. Alle Posts anzeigen

Dienstag, 24. Februar 2009

Atlantis?

Die Bild-Zeitung vermutete letzte Woche schon  Atlantis entdeckt zu haben. Obwohl erhebliche Zweifel bestünden:

Der Hamburger Uni-Professor und Atlantis-Experte Siegfried Schoppe (64) sagt: „Laut Überlieferung ist Atlantis kreisförmig – nicht rechtwinklig, wie auf dem Bild!“

Jetzt hat Google eine deutlich einleuchtendere und sehr interessante Erklärung für die seltsamen Muster auf dem Meeresboden geliefert:

Sie entsprechen den Wegen, die Schiffe genommen haben, die mittels Sonar die Meerestiefe ausmessen. Entlang dieser Wege sind die Messdaten schlichtweg etwas anders, als in der (errechneten?) Umgebung. Details finden sich im Blog von Google:

http://googleblog.blogspot.com/2009/02/atlantis-no-it-atlant-isnt.html

Auch der Spiegel hat über diesen (und andere Mysterien) berichtet:

http://www.spiegel.de/netzwelt/web/0,1518,609235,00.html

Montag, 2. Februar 2009

Lieferfristen für Neuwagen

Woher kommen die langen Lieferzeiten für Neuwagen? Und das immernoch, obwohl die Hersteller angeblich unglaubliche Mengen an Fahrzeugen "auf Halde" produzieren?

Die von Autobild erstellte Liste zeigt: Lieferzeite von 6-12 Wochen sind normal, aber auch längere Lieferzeiten durchaus nicht ungewöhnlich.

1. Lieferfristen als Produktionspuffer

Um Schwankungen in der Nachfrage auszugleichen, produzieren viele Hersteller lieber kleinere Mengen, i.e. in kleineren Werken und nehmen längere Lieferzeiten in Kauf. Mithilfe der Lieferzeiten können dann Zeiten mit geringerer Nachfrage ausgeglichen werden.

Vermutlich bekommt man das gerade jetzt - in Zeiten der Krise - zu spüren. Die Hersteller haben ihre Produktionsraten nämlich deutlich zurückgefahren und produzieren weniger. Die Folge: Kurzfristig erhöhte Nachfrage - z.B. durch die Abwrackprämie - führt zu lägeren Lieferzeiten.


http://www.autobild.de/

Artikel: VW und Audi drosseln Produktion


Lieferfristen trotz Flaute

Autokrise: "Kaum Hoffnung auf der Halde"


2. Sonderausstattung

Teilweise kommen entstehen Lieferengpässe aufgrund von nicht verfügbarer Sonderausstattung: Kann ein Zulieferer nur in begrenztem Maße liefern, schränkt dies auch die Produktion von Neuwagen mit eben diesem Zubehör ein.

Offensichtlich geht dies Hand in Hand mit der Produktionsplanung: Vermutlich ist mit dem Zulieferer  gleichmäßige  Abnahme von Zubehör-Teil XY vereinbart - die Produktion muss entsprechend geplant werden - um keinen Leerlauf zu haben werden längere Lieferfristen eingeplant.

3. Produktionsort

Manche Autos, z.B. der VW Fox, werden in Übersee produziert. Der Fox stammt beispielsweise aus Brasilien. Klar, dass die Logistik, um den Neuwagen von dort nach Europa zu verschiffen, auch nochmal einige Zeit benötigt.

4. Händler verkaufen lieber Neuwagen

Trotzdem, es gibt sie doch, die Neuwagen "auf Halde"? Dazu schreibt Auto-Bild:
Vielleicht gibt es in Deutschland ein auf Halde produziertes Auto, das Ihrem Wunschauto ähnlich ist? Lassen Sie den Händler im Netz des Herstellers suchen. Wahrscheinlich müssen Sie ihn auf diese Möglichkeit ansprechen. Grund: Sollte so ein Auto gefunden werden, kann er keinen Neuwagen verkaufen. Deshalb ist er an diesem Service nicht unbedingt interessiert.
Eine andere Möglichkeit, schneller zum Auto zu kommen: Den Händler nach noch bestellten Neuwagen fragen, die dann doch nicht abgenommen wurden. Diese entsprechen vielleicht nicht vollständig den eigenen Wünsche, sind aber meist innerhalb weniger Tage verfügbar.

Donnerstag, 11. September 2008

Masse vs. Energie

Kernfusion – Wikipedia: "Ist die Masse der bei der Fusion entstandenen Kerne/Teilchen geringer als die Summe der Masse der Ausgangskerne, wird die Massendifferenz (der sogenannte Massendefekt) nach der Einsteinschen Masse-Energie-Äquivalenzformel E=m·c2 in Form von Energie frei (als kinetische Energie der Reaktionsprodukte und als Strahlungsenergie). Solche exothermen Fusionsreaktionen sind nur im Gebiet der leichten Kerne möglich, da die Bindungsenergie pro Nukleon mit steigender Massenzahl bis hin zum Element Eisen (58Fe) zunimmt. Ein starkes lokales Maximum hat sie beim Nuklid Helium-4. Die für die Fusionsenergiegewinnung günstigsten Reaktionen (siehe Kernfusionsreaktor) erzeugen daher He-4. Im Bild oben ist die am leichtesten einzuleitende dieser Reaktionen, D + T → 4He + n, dargestellt."

http://de.wikipedia.org/wiki/Massenerhaltungssatz

Bei der Kernspaltung und bei der Kernfusion tritt der sogenannte Massendefekt auf, dass die anfängliche Summe der Kernmassen größer ist als die Summe der Massen der entstehenden Teilchen. Da sich an der Masse die Ruheenergie ablesen lässt, zeigt der Massendefekt, dass die entstehenden Teilchen in Ruhe weniger Energie als die anfänglichen Teilchen haben. Diese Energiedifferenz wird bei der Kernspaltung oder Kernfusion in Wärme und Strahlung umgewandelt, dabei ist die Energie erhalten, nicht aber die Masse.

Äquivalenz von Masse und Energie

Bei einem ruhenden Teilchen sind Masse und Energie äquivalent, das heißt, bis auf einen konstanten Faktor gleich. Aber allgemeiner, bei bewegten Teilchen, bezeichnen Masse und Energie Größen, die sich in mehr als in einem konstanten Faktor unterscheiden.

  • Die Energie E(v) eines Teilchens der Masse m, das sich mit Geschwindigkeit v, v
\ E(\mathbf{v})= \frac{m\,c^2}{\sqrt{1-\frac{\mathbf{v}^2}{c^2}}}\
und bezeichnet eine Erhaltungsgröße. In Stößen und anderen Teilchenreaktionen stimmt die Summe der anfänglichen Energien mit der Summe der späteren Energien überein.
  • Die hier auftretende Masse m hat einen festen, für das Teilchen charakteristischen Wert. Sie wurde historisch Ruhemasse genannt.

LHC Infos

Mein erster Besuch galt der Homepage des LHC - mit mehr Infos als man wissen will und ziemlich vielen Details.

Also lieber paar interessante Fakten zum Start der Experimente aus Wikipedia (englisch ):

Am 5. April 2007 erreichte der Sektor 7-8 des LHC seine vorgesehene
Betriebstemperatur von 1,9 Kelvin (−271,25 °C), das ist rund ein Grad
kälter als die Durchschnittstemperatur im Weltall. Somit waren alle
Sektoren, außer dem Sektor 4-5, sehr nahe oder auf der vorgesehenen
Temperatur. Das 3,3 Kilometer lange Teilstück hielt der Belastung
stand, die Röhre schrumpfte beim Abkühlen um 9,9 Meter.[1]
Gegen Ende Juli 2008 wurde der Beschleuniger vollständig auf seine
Betriebstemperatur heruntergekühlt. Am 10. September 2008 wurde der
erste Teilchenstrahl durch den Beschleuniger geführt.[2][3]


Eine schöne Grafik des LHC hat der Spiegel erstellt.

Nach Aussage von Joachim Mnich vom Teilchenforschungszentrum Desy reicht die Energie des Strahls aus, um eine halbe Tonne Kupfer zu schmelzen. Klar, dass der Strahl da besser nicht unkontrolliert irgendwo rein rasen sollte.

Der Beam Dump dient daher zum Abfangen des Teilchen-Strahls und besteht aus 8m langen Graphitblöcken und Beton. Ein Abschwächungsmagnet streut den ankommenden Strahl. Dabei muss der Beam Dump Energien von bis zu 4000 Megawatt abbauen. (http://achim.astel.de/blog/)

Dagegen schreibt die Berliner Zeitung sogar:
Sollten die Partikel im Notfall entsorgt werden müssen, werden sie auf
einen 10 mal 10 mal 15 Meter großen Block aus Eisen und Grafit gelenkt.
Innerhalb eines Sekundenbruchteils erhitzen die Teilchen ihn auf 3 000
Grad Celsius.


Mehr von Wikipedia:
Loss of only one ten-millionth part (10−7) of the beam is sufficient to quench a superconducting magnet, while the beam dump must absorb an energy equivalent to that of a typical air-dropped bomb.
These immense energies are even more impressive considering how little
matter is carrying it: under nominal operating conditions (2,808
bunches per beam, 1.15×1011 protons per bunch), the beam pipes contain 1.0×10-9 gram of hydrogen, which, in standard conditions for temperature and pressure, would fill the volume of one grain of fine sand.

Auf dem Bild sind man die Blöcke des Beam Dumps: "LHC beam dump shielding blocks made from recuperated ISR dipole magnets filled with cement"

Die Gefährlichkeit des Strahls ist aber nichts gegen die Horror-Szenarien, die von einigen Kritikern verbreitet werden:

http://lhc-concern.info
ist eine ausführliche Sammlung von "Gefahren" die vom LHC ausgehen.
Dort wird z.B. ein Szenario besprochen, in dem die Erde innerhalb 27
Jahren von einem schwarzen Loch vernichtet wird.

Bei Welt der Physik
findet sich ein weiterer interessanter (und neutraler) Artikel zu den
schrecklichen Dingen, die vermutlich nicht passieren können.

Etwas ernsthafter beschäftigt sich schließlich bigsciencenews mit möglichen Unfällen.